Der Handel verlagert sich immer mehr vom lokalen Ladengeschäft hin ins Internet. Der Kunde kauft nun auf Grund von Produktfotos und -beschreibungen anstatt die gewünschte Ware in Händen zu halten und ausgiebig prüfen zu können. Und damit werden auch die verbundenen Gesetze und individuellen Vereinbarungen etwas undurchsichtiger.

Anders als in Geschäften können – dank dem Fernabsatzgesetz – Waren in der Regel innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeschickt werden. So steht es im Gesetz. Shopbetreiber können in ihren eigenen Geschäftsbedingungen zwar Änderungen einfügen, aber nur wenn diese zum Vorteil des Kunden ausfallen. Große Online-Shops wie Amazon gehen hier häufig – aber nicht immer – mit gutem Beispiel voran. So kann man beim internationalen Versandgiganten Amazon die Ware bis zu 30 Tage behalten, bevor man sie zurücksenden muss um noch den Widerruf in Anspruch zu nehmen. Doch wussten Sie, dass das nur gilt wenn die Ware einwandfrei verpackt und unberrührt ist? Musik beispielsweise, die nicht gefällt, kann man nicht ohne weiteres zurücksenden. Denn nur wenn die originale Folie noch unbeschädigt vorhanden ist, ist ein Widerruf des Kaufvertrages möglich. Was aber, wenn die Musik überhaupt nicht ihren Geschmack trifft? Ebenso verhält es sich bei Video- und Computerspielen sowie bei Programmen und Filmen.

Wer trägt die Rücksendegebühren?

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Kleine Shopanbieter können oder möchten es sich in den meisten Fällen nämlich nicht leisten, die Rücksendekosten zu übernehmen. Dann zahlt der Kunde doppelt im Falle eines Umtauschs. Wer beispielsweise Schuhe online bestellt, der kann nie 100% sicher sein, dass sie auch tatsächlich passen (mal davon abgesehen, ob sie einem dann auch wirklich gefallen). Drückt der Schuh nämlich und möchte man eine andere Größe, zahlt man mit unter erneut Versandkosten: Für die Rücksendung und die erneute Zustellung der Ware.

Auf was sollte man achten?

Hält man sich fernab der Markt dominierenden Versandhäuser bei kleineren Online Shops auf, sollte man darauf Wert legen, dass Hinweise zu Versand, Zahlungsmethoden und Rückgaberecht eindeutig und transparent erläutert werden und exaktere Formulierungen leicht zugänglich sind. Ein vorbildliches Beispiel liefert beispielsweise www.trendtoys.de oder auch ponymania.de. Hier sieht der Besucher schon auf den ersten Blick, womit er es zu tun hat. Die unkomplizierte und seriöse Handhabung von Versand und Zahlung sowie der Hinweis auf lagernde Artikel bringt Vertrauen.
Leider fehlen auch heutzutage noch auf zahlreichen Shops derart durchsichtige, klar verständliche Angaben und man sucht nicht selten erst mal Minuten lang danach.

Unser Fazit

Wer nichts zu verbergen hat, nennt klar die Fakten bezüglich Versandkosten, Versanddauer und Zahlungsmöglichkeiten. Das macht einen ehrlichen Geschäftsmann aus und zeugt von Seriosität. Legen Sie ruhig wert auf dergleichen Angaben, nur so können Sie sich vor schwarzen Schafen schützen.